Sukkulenten, Kakteen und Bienen?

Ein Gastbeitrag von Markus Groß – DornenZauber

Die Frage Skukkulenten, Kakteen und Bienen, wie passt das zusammen?, habe ich unterwegs auf einigen Märkten öfter gehört.

Die blühen ja nicht. Die blühen ja nur ganz kurz. Die blühen ja nur eine Nacht.

Jetzt kommt die Grundsatzfrage. Muss eine Bienenfutterpflanze immer blühen?

Und es gibt eine klare Antwort dazu. Nämlich NEIN.

Eine Bienenfutterpflanze muss Pollen und Nektar für unsere fleißigen Helfer zur Verfügung stellen. Da hole ich mir gerne ein Beispiel aus Nordamerika, in der Gegend um New Mexico, also in diesen Steppengebiet gibt es Imker. Diese ernten dort sogar Honig.

Jetzt sollte man sich die Frage stellen, wie geht das? Dort blüht nichts dauerhaft was in der Natur vor kommt.

Die Antwort: Die Imker haben ihre Kästen zwischen der strauchartig wachsenden Cylindropuntia imbricata gestellt.

Das hat für die Imker gleich zwei Vorteile:

  1. Die Bienenkästen sind geschützt vor Vandalismus, weil keiner freiwillig durch solch ein wehrhaft stacheliges Gestrüpp durchmarschiert.
  2. Die Pflanzen bieten in ihren 2 – 4 wöchigen Blütezeitraum Unmengen an Pollen und Nektar und das ohne großartige Pflege oder Wasserverbrauch. Es reicht für eine Honigernte.

So und jetzt die Begründungen warum man jetzt auf einmal in Mittelfranken Kakteen und Sukklenten pflanzen sollte.

  1. Bienenfutterpflanze in der warmen und trockenen Jahreszeit, blüht sogar wenn wochenlang kein Regen gefallen ist.
  2. Wir erleben gerne hier in Mittelfranken eine Versteppung. Das hat man letztes Jahr (2018) sogar in fast ganz Deutschland bemerkt. Die Fichten und Kiefern sterben wegen Hitze und Trockenstress um nur ein paar Beweise aufzuzeigen.
  3. Sie eigenen sich gut um die Schotterwüstengärten wiederzubeleben.
  4. Wenig Pflegeaufwand und wenig Wasserbedarf
  5. Wenig schädlingsempfindlich. Kein Pestizideinsatz nötig.
  6. Sukkulenten sind bei uns schon lange heimisch und Kakteen wären dann Klimawandelpioniere, die aber nicht invasiv wären, sondern an den Stellen wachsen, wo unsere Heimischen es nicht mehr überleben.

Mein Fazit: Kakteen und Sukkulenten sind flexibel einsetzbar und nützlich für unsere Umwelt. Ich sage aber nicht das alles mit ihnen zugepflastert werden soll. Es zählt die Vielfalt. Blühstauden, Blühgehölze, Bäume. ALLES ZUSAMMEN ernährt unsere heimische Tierwelt.

Ich zitiere Markus Gastl vom Hortus Netzwerk: VIELFALT- SCHÖNHEIT-NUTZEN

Markus Groß von DornenZauber

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